DIE TERRASSEN DES PHILOSOPHISCHEN GARTENS
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Aktuelle Veranstaltung Juni 2017 in Berlin


Berlin, Dienstag, 13. Juni 2017 um 20.00 Uhr

Vortrag über Platons „Symposion“ (oder Von der Liebe)

PHILOSOPHISCH-GASTROPHILES SYMPOSION

ZUSAMMENFASSUNG:

An einem gastrophilen philosophischen Abend spricht der Philosoph Matthias C. Müller über Platons zentrale Schrift „Symposion“. Das „Symposion“ erlangte auch unter den Titeln „Das Gastmahl“ oder „Das Trinkgelage“ berühmt-berüchtigte Bekanntheit.

Der Vortrag findet in der Koch-Kunst-Galerie Zagreus Projekt statt. Es besteht für die Besucher vor, während und nach dem Vortrag die Möglichkeit, erlesene Weine zu trinken (Weine, von denen Sokrates und Co nur hätten träumen können). Es besteht allerdings kein Trinkzwang. Nach dem Vortrag wird ein Buffet mit griechischen Mezedes bereitstehen.

VORTRAG:

Der Vortrag des Philosophen Matthias C. Müller referiert Platons berühmteste Schrift über den Eros und spekuliert über die Frage, inwiefern das zweieinhalbtausend Jahre alte Eros-Konzept für heutige Verhältnisse aktualisierbar sein könnte.

Beim „Symposion“ handelt es sich um Platons philosophisch zentralen, literarisch gelungensten und kompositorisch glanzvollsten Text. Die Schrift zählt zu den erheiterndsten und zugleich ernsthaftesten Werken der Weltliteratur. Lachen und Nachdenklichkeit werden bei dem Vortragsabend notwendigerweise nicht zu kurz kommen.

Matthias C. Müller wird zwei zentrale Punkte auf anschauliche Weise deutlich machen: zum einen den schier unerschöpfbaren Beziehungsreichtum und zum anderen den tiefen tragischen Witz dieser Schrift. Zugleich führt der Vortrag in wichtige Gedanken Platons ein, Gedanken über das Wesen der Liebe, den Sinn der Schönheit und das Reich der unsterblichen Ideen.

Aber auch Antworten werden gegeben auf so profunde Fragen wie: Warum kommt Sokrates zu Agathons Fest zu spät? Warum betet er die Sonne an? Und was ist konkret mit der „Zeugung im Schönen“ gemeint, nach der angeblich alle Menschen streben?

INFO-DATEN:

- Gebühr: 20,- Euro pro Person (inkl. Essen, exkl. Wein)

- Termin: Dienstag, 13. Juni 2017

- Zeit: 20 Uhr

- Ort: Zagreus Galerie, Brunnenstr. 9a (2. Hinterhof), 10119 Berlin (nahe Rosenthaler Platz), BVG: U8 Rosenthaler Platz, M1, M8, Bus 142

- Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung erbeten unter Tel. 030 - 280 956 40 (Zagreus Galerie), E-Mail: info@zagreus-berlin.net oder unter Tel. 0179 - 96 87 327 (Der Philosophische Garten), E-Mail: kurs@philosophischergarten.de

Kooperationsveranstalter: Zagreus Projekt: Koch / Kunst / Galerie, Ulrich Krauss, Internet: www.zagreus.net, E-Mail info@zagreus-berlin.net, Tel. 030- 280 956 40

sowie

Der Philosophische Garten, Matthias C. Müller, E-Mail: kurs@philosophischergarten.de, Tel. 0179 - 96 87 327.



Am Horizont:

GALERIE DES PHILOSOPHISCHEN GARTENS

Eröffnung einer Kunstgalerie des Philosophischen Gartens mit Vorträgen über aktuelle und nicht-aktuelle Kunstwerke.



Weitere perspektivische Veranstaltungen:

- Vortrag: Der philosophische Eros oder Was heißt gutes Leben?
Der Vortrag über den philosophischen Eros stellt die Frage: Wie läßt sich ein gutes Leben führen? Der Vortrag zeigt unter anderem, daß der philosophische Eros dem Menschen seine Fähigkeit offenbaren kann, sich von der Möglichkeit des guten Lebens begeistern zu lassen. Erotische Erziehung sollte daher weniger auf die Vermittlung von Inhalten aus sein als vielmehr darauf, dem Menschen seine Lebensmöglichkeiten vor Augen zu bringen. Nur wer sich von seinen eigenen Möglichkeiten erotisieren lassen kann, wird den Blick für die sinnstiftenden Ziele seines Lebens freibekommen. Anmeldung Tel. 0179 / 96 87 327 oder Email an kurs@philosophischergarten.de.

- Philosophischer Garten I: Leseübung zur Ästhetik der Metaphern. 10 Abende.
Zum Inhalt: Metaphern sind die Interpreten im Bereich der menschlichen Erkenntnis und zählen zu den zentralen Protagonisten in der Welt der Kunst. Neben einer historischen Einführung in die Ästhetik der Metaphern lesen wir vor allem die metaphern-basierte Kognitionstheorie von George Lakoff/Mark Johnson: Leben in Metaphern (Metaphors we live by, 1980). Die Autoren zeigen, daß Sprechen und Denken in wichtigen Aspekten metaphorisch organisiert sind und kognitive Metaphern die konkreten menschlichen Erfahrungen weitgehend mitbestimmen. Darüber hinaus stellen wir ausreichend Bezüge her zu Paul Ricoeurs „Die lebendige Metapher“ und Hans Blumenbergs „Paradigmen zu einer Metaphorologie“. Die Teilnehmer werden mit Blumenberg den historischen Wandel von Metaphern und damit den Wandel geschichtlicher Sinnhorizonte verstehen und mit Ricoeur das schöpferische Potential der Metaphern als Grundzug der Kreativität begreifen lernen.

- Philosophischer Garten II: Leseübung zur Amerikanischen Philosophie. 10 Abende.
Zum Inhalt: Die USA sind philosophisch anziehend, weil sie unermüdlich philosophische Strömungen hervorbringen und vor allem selber ein genuin philosophisches Gebilde sind. Dieses Gebilde, das die Politiken des Planeten maßgeblich mitbeeinflußt, besser zu verstehen, wird ein Ziel der Leseübung bilden. Von Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau und Mark Twain als drei vorbildlichen Einzelgängern ausgehend und selbstredend den Demokratie-Sänger Walt Whitman einbeziehend, lesen wir uns zum Dreigestirn der US-Philosophie vor, den Gründervätern des höchst einflußreichen Pragmatismus in Gestalt von Charles Sanders Pierce, William James und John Dewey. Um die Philosophien der Sprache, des Geistes und der Handlung kennenzulernen, werden Ausflüge zu Willard van Orman Quine, Donald Davidson, Hilary Putnam, John L. Austin/John R. Searle unumgänglich sein, Abschlußbesuche gelten den politischen Moralphilosophien von Michael Walzer und Richard Rorty.

- Literarischer Garten: Besprechung von Dramen, Romanen und Gedichten zum Thema Don Juan. 10 Abende.
Zum Inhalt: Was hat es mit diesem Kerl aus Sevillas staubigen Gärten wirklich auf sich? Ist er der größte Verbrecher aller Zeiten (wie Molière meinte)? Wie kann man zu Mozarts schleierhaftem „Don Giovanni“ schwelgen, wenn Don Juan gerade dort wie nirgends sonst ein Mörder und Frauenvergewaltiger ist?
In den Lese-Abenden werden die Teilnehmer möglichst repräsentative, epochentypische und literarisch aussagekräftige Werke lesen, von Tirso de Molina, Molière und Mozart über Kierkegaard, Puschkin, Lord Byron, die Gedichte Rilkes und Gottfried Benns, die Versuche von Ödon von Horvath, Albert Camus und Max Frisch bis hin zu Barbara Honigmanns Don Juan und der Don-Juan-Umschreibung von Peter Handke mit seiner Prosarecherche „Don Juan (von ihm selbst erzählt)“ aus dem Jahr 2004.

 

Wegmarken

[Entscheidend ist, daß der Mensch] auf die hohe See des Schönen sich begebend und dort umschauend viel schöne und herrliche Reden und Gedanken erzeuge in ungemessenem Streben nach Weisheit, bis er, hiedurch gestärkt und vervollkommnet, eine einzige solche Erkenntnis erblicke, welche auf das Schöne selbst geht.

(Platon)

 

 


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